DFB-Elf gegen NorwegenDie fehlende Härte photo canada goose

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DFB-Elf gegen NorwegenDie fehlende Härte photo canada goose

Montag, 04.09.2017  14:41 Uhr
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Jetzt also Norwegen. Bundestrainer Joachim Löw machte sich am Tag vor der Qualifikationspartie gegen die Skandinavier (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: RTL) gar keine große Mühe mehr, lange über den Gegner zu sprechen. Zumal er als Gegner ja ohnehin eher als die wackeren Norweger die deutschen Hooligans ausgemacht hatte, wenn auch erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Aber Norwegen? Nein.

Joachim Löw geht im achten Qualifikationsspiel vom achten Erfolg aus. In den bisherigen sieben Spielen hat die Mannschaft zwei Gegentreffer kassiert und 29 eigene Tore geschossen. Sie flaniert durch die Qualifikation. Wenn die Nordiren am Abend nicht gewinnen und Deutschland siegt, ist das Team bereits heute für die WM 2018 qualifiziert, obwohl danach noch zwei Partien zu absolvieren sind. Ein bisschen erinnert das an die Bayern-Meisterschaften der vergangenen Spielzeiten. Nur die Belgier waren am Samstagabend noch schneller mit dem Qualifizieren in Europa.

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Das sind beeindruckende Zahlen, aber sie relativieren sich auch auf den zweiten Blick. Die deutsche Qualifikationsgruppe war vom Niveau her sehr schwach, die limitierten Kampfesbrüder aus Nordirland eignen sich nicht wirklich, um zum Hauptkonkurrenten hochgejazzt zu werden. Man erinnere sich nur an die drückende Überlegenheit der Löw-Elf bei der EM im Vorjahr gegen die Boys von der Insel. Das knappe Ergebnis von 1:0 war damals ein Witz.

Tschechien ist längst über den Zenit hinweg canada goose hybridge lite hoody, eine artige Mannschaft mit zwei, drei gehobenen Spielern. Die Norweger spielen eine Qualifikation zum Gotterbarmen canada goose symbol meaning, dazu kommen Aserbaidschan und San Marino, die immerhin noch Länderpunkte für Auswärtsfans bringen.

Diesmal kein Team, das die Elf gefordert hat

Vor anderen Turnieren gab es zumindest Teams wie die Polen vor der EM mit Robert Lewandowski an der Spitze, die die deutsche Mannschaft gefordert haben. Das war diesmal (bisher) nicht der Fall. Im Grunde hat der Weltmeister sein letztes Härtetest-Spiel bei der EM in Frankreich beim Halbfinale gegen die Gastgeber bestritten. Das nächste seiner Art wird das erste Gruppenspiel bei der WM in Russland im Juni kommenden Jahres sein.

Dazwischen liegen zwei Jahre mit einer nicht herausfordernden WM-Qualifikation, ein paar Testspielen, deren Wert bekannt ist – und dem Confed Cup in diesem Sommer, der für das dort teilnehmende junge Team eminent wichtig war, der einzelne Spieler vorangebracht hat, den man aber als echte Prüfung nicht zu ernst nehmen sollte. Jeder, der dabei war, weiß, wie vollkommen anders eine WM ist.

Zwei Jahre ohne echten Druck, das klingt ein bisschen sehr nach Oliver Kahn, aber tatsächlich kann das die Mannschaft auch einlullen. Löw ruft nicht umsonst bei jeder Gelegenheit den Konkurrenzkampf aus, als stünden sich die Nationalspieler schon beim Frühstück mit dem Messer zwischen den Zähnen gegenüber. Er hat ganz offensichtlich das Gefühl, dass er das tun muss, um die Konzentration oben zu halten, wie das so schön heißt.

Testspiele sind sportlich unbedeutend

Der DFB müht sich für die Testpartien abseits des Qualifikationskalenders schon um möglichst namhafte Gegner, im November soll es gegen England und Frankreich gehen. Aber wer die Testspiele gegen Spanien, Italien, die Niederlande (ja, auch sie zählen noch formell zu den Großen) zuletzt verfolgte, ahnt, dass diese Spiele zwar stimmungsvoll werden dürften, sportlich aber bedeutungslos. Einen Kick wie in Vigo gegen Spanien im November vor drei Jahren wünscht man niemandem.

Das Team ist routiniert, der Trainer und sein Stab sind noch routinierter, sie sollten um diese Situation wissen und damit entsprechend umgehen. Aber die Gefahr, in die WM relativ kalt einzusteigen canada goose mystique parka on sale, ist zumindest gegeben. Und es gibt ein warnendes Beispiel.

Vor der EM 2012 marschierte das Löw-Team durch die Qualifikation wie ein strahlender weißer Ritter durch eine Heldensaga. In der Gruppe A waren immerhin die Türkei, Belgien, und, nun ja, Österreich die Gegner. Es gab zehn Partien, die deutsche Mannschaft stand am Ende mit zehn Siegen und 34:7 Treffern da. Es konnte eigentlich nur einen großen EM-Favoriten geben. Dann kam Mario Balotelli.

Aber jetzt kommt erst einmal nur Norwegen.